Das Einrauchen

So, nun kann´s losgehen. Sie haben Pfeife, Tabak und Feuer. Damit der Pfeifenkopf jedoch nicht heiß wird oder sogar durchbrennt, der Tabak weder auf der Zunge brennt noch im Kopf der Pfeife etwas vor sich "hinschmurgelt", gibt es einiges zu beachten.

Einrauchen heißt, das Pfeifenholz an den Verbrennungsprozess gewöhnen. Das Bruyereholz ist ein organischer Stoff, der bei zu großer Hitze verbrennen würde. Die beim langsamen Einrauchen entstehenden Ablagerungen bilden eine Isolierschicht im Inneren des Kopfes und schützen das Holz vor der direkten Berührung mit der Tabakglut. Diese Kohleschicht an den Innenwänden und auf dem Grund des Pfeifenkopfes schützt vor dem Durchbrennen.

Eine Pfeife, deren Kopf innen beschichtet ist, ist bereits maschinell eingeraucht worden. Es handelt sich um Einrauchmasse, die die Kohleschicht ersetzt. Hier kann das Einrauchen entfallen. Mit der Qualität der Pfeife hat die Beschichtung nichts zu tun.

Um eine neue Pfeife einzurauchen, wird sie nur zu einem Drittel, und zwar auf dem Boden des Kopfes locker, damit das Zugloch des Rauchkanals im Holm nicht verstopft wird, gefüllt. Nach oben zu wird der Tabak etwas fester angedrückt. Die Pfeife ist richtig gestopft, wenn Sie beim Ziehen einen leichten Widerstand verspüren. Nun können Sie Ihre Pfeife anzünden.

(Quelle: Helmut Hochrein, Das Taschenbuch des Pfeifenrauchers, ISBN 3453171373)