Die Pfeifenpflege

Wenn Sie lange Freude an Ihren Pfeifen haben möchten, sollten die Pfeifen, die Sie tagsüber benutzen am Abend reinigen. Dafür brauchen Sie ein Pfeifenbesteck, einige Pfeifenreiniger und einen Pfeifen-Aschenbecher mit Korken in der Mitte. Auf ihm klopfen Sie leicht die Aschereste aus dem Pfeifenkopf. Nehmen Sie beim Ausklopfen die Pfeife am Kopf, nicht am Mundstück. Unverbrannter Tabak und alle an der Innenwand und am Boden des Pfeifenkopfes zurückgebliebenen Tabakteilchen und Kohlereste werden mit dem stumpfen Löffel des Pfeifenbesteckes entfernt.

Sie sollten unbedingt mehrere Pfeifenbestecke besitzen, da diese oft verloren oder verlegt werden.

Reinigung der Rauchkanäle in Holm und Mundstück

Trennen Sie beide Teile voneinander indem Sie NICHT

  • den Mundstückszapfen ruckartig herausziehen, er könnte abbrechen
  • den Mundstückszapfen hin- und herdrehen, er nützt sich dadurch zu schnell ab und ist nicht mehr fest mit dem Pfeifenschaft verbunden
  • den Mundstückszapfen einmal rechts und ein anderes mal nach links herausdrehen

RICHTIG ist:

Nehmen Sie den Pfeifenkopf fest in die eine Hand, fassen Sie das Mundstück mit der anderen und drehen sie den Zapfen langsam und mit Gefühl in Uhrzeigerrichtung und unter leichtem Anziehen, um ihn aus seiner Lagerung im Holm zu lösen. Auf die gleiche Weise drehen Sie den Zapfen mit leichtem Druck später wieder in den Holm ein.

Lockeres Mundstück

Durch zunehmende Alterung des Pfeifenholzes oder Luftfeuchtigkeits-Schwankungen kann der Zapfen trotz allem sich einmal lockern. Sie können dann folgendes tun:

Über einer Kerzenflamme erwärmen Sie den Zapfen des Mundstückes. Halten Sie ihn so hoch über die Flammenspitze, dass diese ihn weder anbrennen noch anschmoren kann, und drehen sie ihn ständig über der Flammenspitze, um ihn rundum zu erhitzen. Das Material wird weich und kann nun gestaucht werden.

Dazu stellen Sie das Mundstück mit dem Zapfen nach unten auf eine feste, hitzebeständige Unterlage und drücken vorsichtig dagegen, bis das Ende kürzer und dicker geworden ist. Mit einem Nagel halten sie den Rauchkanal offen. Es ist Fingerspitzen- und Gefühlssache bist die richtige Zapfenstärke erreicht ist. Dann schrecken Sie das Mundstück mit kaltem Wasser ab.

Eine andere Methode:

Lassen Sie den rauchwarmen Kopf ohne Mundstück erkalten. Das Holz hat so Gelegenheit sich zusammenzuziehen. Häufig sitzt der Zapfen dann auch wieder fest.

(Quelle: Helmut Hochrein, Das Taschenbuch des Pfeifenrauchers, ISBN 3453171373)

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